Deutscher Gewerkschaftsbund

05.06.2018

Keine Generationengerechtigkeit? Von wegen!

Wer als Politiker oder Wirtschaftsvertreter ein Interesse daran hat, die Arbeitgeber zu schonen und/oder Produkte für die private Vorsorge zu fördern, behauptet gerne, ein Kurswechsel in der Rente gehe zu Lasten der Jungen. Doch das stimmt nicht! Im Gegenteil: Der Kurswechsel ist für junge Menschen von existenzieller Bedeutung. Denn wer heute jung ist, profitiert von einer Stärkung der gesetzlichen Rente, die ja erst in der Zukunft richtig zum Tragen käme und jungen Menschen wieder eine planbare Alterssicherung garantieren würde.

Großeltern, Eltern und Kinder posieren fröhlich vor einem Haus

DGB/dogachov/123rf.com

Die Beiträge steigen so oder so. Wo also liegt der Vorteil des vom DGB geforderten Kurswechsels? Ganz einfach: Mit dem DGB-Kurswechsel haben junge Menschen mehr in der Tasche und müssen weniger in private Vorsorge investieren.

  • Die Beiträge steigen weniger stark als die Löhne.
  • Die Arbeitgeber beteiligen sich wieder paritätisch an der Finanzierung.
  • Die betriebliche Altersversorgung wird ausgeweitet, vom Arbeitgeber mitfinanziert und tarifvertraglich geregelt.
  • Im Alter erhalten die jetzt jungen Menschen eine verlässliche und ausreichende Rente, eine private Vorsorge zur bloßen Extistenzsicherung ist nicht mehr nötig.

Ginge dagegen alles so weiter wie bisher, zahlten sie mehr ein und bekämen immer weniger raus: Steigende Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung bei gleichzeitig höheren Investitionen in die private Vorsorge und dennoch geringeren Leistungen bedeutet, die Lasten von den Arbeitgebern dauerhaft auf die Beschäftigten zu verlagern. Das hat mit Generationengerechtigkeit nichts zu tun.


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Flyer "Rente mit Zukunft"

Kurs­wech­sel bei der Ren­te: Was jetzt pas­sie­ren muss
DGB
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine acht Mitgliedsgewerkschaften wollen den Sinkflug der gesetzlichen Rente. Mit unserer Kampagne "Rente muss reichen" haben wir erreicht, dass die Politik sich bewegt. Wir haben erreicht, dass die Frage einer guten Alterssicherung wieder politisch diskutiert wird. Die neue Bundesregierung ist die ersten Schritte gegangen. In unserer Broschüre "Rente mit Zukunft" zeigen wir, wie es jetzt weitergehen muss.
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DGB-Stellungnahme zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetzes (Rentenpaket I)

Dokument ist vom Typ application/pdf.

DGB-Stellungnahme zum "Rentenpaket I" - Entwurf eines Gesetzes über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz): "Der Gesetzentwurf ist in seinen Grundzügen und in wesentlichen Teilen zu begrüßen. In einigen Details und insbesondere bei der Finanzierung muss jedoch nachgebessert werden."

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"Ar­mut stör­t" – Schat­ten­be­richt der Na­tio­na­len Ar­muts­kon­fe­renz
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Die Erwerbsarmut hat sich in Deutschland in den letzten 10 Jahren verdoppelt. 1,2 Millionen Erwerbstätige verdienen so wenig, dass sie auf zusätzliche Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Der am 17. Oktober vorgestellte Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz (nak) gibt Betroffenen ein Gesicht und schildert ihre prekäre Situation. Als Mitglied der nak fordert der DGB die Bundesregierung auf, sich für gute Arbeit und mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzusetzen.
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Wir sind jun­gen Men­schen ei­ne gu­te Ren­te schul­dig
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"Nach langer Zeit weist die Rentenpolitik endlich wieder den Weg in Richtung besserer Leistungen der gesetzlichen Rente", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zu den heutigen Beratungen zur gesetzlichen Rente im Bundestag. Das Rentenniveau müsse dauerhaft stabilisiert und angepasst werden, damit auch junge Menschen in Zukunft eine gute Rente bekommen können.
Zur Pressemeldung

Das än­dert sich 2019 für Ar­beit­neh­mer und Ver­si­cher­te
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Am 1. Januar 2019 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Der Mindestlohn steigt, es gibt Neuerungen bei der Rente und endlich zahlen die Arbeitgeber wieder den gleichen Anteil für den Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Was ändert sich noch für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte? Eine Übersicht.
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Un­ter­halts­pflich­ten: Ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ar­mut nicht bin­dend
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Behörden und Sozialgerichte müssen Unterhaltstitel nicht ungeprüft übernehmen, wenn diese offensichtlich nicht den gesetzlichen Unterhaltspflichten entsprechen.
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Ren­ten­pa­ket 2018 – wei­ter auf ei­nem gu­ten Weg
DGB/lightpoet/123rf.com
Das Rentenpaket 2018 mit deutlichen Leistungsverbesserungen liegt vor. Die Regierung geht den Weg weiter, die Leistungsseite wieder in Ordnung zu bringen. Trotz einiger Mängel ist das Rentenpaket insgesamt zu begrüßen. Aber weitere Maßnahmen müssen folgen. Einerseits müssen nicht beitragsgedeckte Leistungen wie die Kinderzeiten für vor 1992 geborene Kinder aus Steuern finanziert werden. Andererseits muss das Rentenniveau dauerhaft stabilisiert und wieder angehoben werden. Das Ganze muss ergänzt werden um einen stärkeren Solidarausgleich.
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Kurs­wech­sel bei der Ren­te hilft Jün­ge­ren und Äl­te­ren
DGB/Tyler Olson/123rf.com
"Wir müssen dafür sorgen, dass die gesetzliche Rente in Zukunft wieder für ein gutes Leben reicht. Das hilft Jüngeren und Älteren", sagt Anna Leona Gerhardt von der DGB-Jugend. Sie nimmt am 4. und 5. September für die Gewerkschaftsjugend am Generationendialog der Rentenkommission teil.
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