Deutscher Gewerkschaftsbund

04.06.2018

Rente: Den Sinkflug stoppen!

Die gesetzliche Rente schwächen und auf private Vorsorge setzen: Das war Anfang der 2000er Jahre die Idee der Politik. Sie beschloss, das Niveau der gesetzlichen Rente zu senken. Das entlastet zwar die Arbeitgeber von Sozialabgaben, die Beschäftigten zahlen aber zusätzliche Beiträge für die private Rentenversicherung. Seitdem steigen die Renten langsamer als die Löhne: Das Rentenniveau ist bereits um etwa zehn Prozent gesunken und wird – wenn alles bleibt, wie es ist – bis 2045 um weitere 13 Prozent sinken, auf unter 42 Prozent.

Logo Claim DGB-Rentenkampagne: Rente muss für ein gutes Leben reichen

DGB

Doch nach über 15 Jahren zeigt sich: Dieser Plan lässt viele Menschen auf sozialen Abstieg oder gar Armut im Alter bzw. bei Erwerbsminderung zusteuern. Denn:

  • Ein sinkendes Rentenniveau entwertet die Rente.
  • Private Vorsorge kostet viel Geld und kann die Lücke trotzdem nicht schließen.

Gibt es keinen Kurswechsel, bedeutet das: Auch bei durchschnittlichem Einkommen über Jahrzehnte drohen im Alter erhebliche finanzielle Einbußen und der soziale Abstieg.

Der Abstand der Standardrente zur Grundsicherung ist bereits deutlich geschrumpft und wird vermutlich weiter schrumpfen.

Die Grafik zeigt, wie der Abstand zwischen Standardrente und Grundsicherung immer mehr schrumpft. Dargestellt ist der Zeitraum 2000 bis 2016.

Deshalb fordern der DGB und seine acht Mitgliedsgewerkschaften:

Den Sinkflug stoppen!

Der Sinkflug ist kein Naturgesetz. Er ist eine politische Entscheidung. Wir können ihn stoppen und umsteuern. Die Rente muss die Lebensrealität den Menschen berücksichtigen.

Denn die gesetzliche Rente ist für die meisten Beschäftigten die wichtigste, häufig sogar die einzig mögliche Altersvorsorge; sie muss allein für ein gutes Leben reichen.


Weitere Infos:


Nach oben

Flyer "Rente mit Zukunft"

Kurs­wech­sel bei der Ren­te: Was jetzt pas­sie­ren muss
Weißer Text "Rente mit Zukunft" auf rotem Grund
DGB
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine acht Mitgliedsgewerkschaften wollen den Sinkflug der gesetzlichen Rente stoppen. Mit unserer Kampagne "Rente muss reichen" haben wir erreicht, dass die Politik sich bewegt. Wir haben erreicht, dass die Frage einer guten Alterssicherung wieder politisch diskutiert wird. Die neue Bundesregierung ist die ersten Schritte gegangen. In unserer Broschüre "Rente mit Zukunft" zeigen wir, wie es jetzt weitergehen muss.
weiterlesen …

DGB-Stellungnahme zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetzes (Rentenpaket I)

Dokument ist vom Typ application/pdf.

DGB-Stellungnahme zum "Rentenpaket I" - Entwurf eines Gesetzes über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz): "Der Gesetzentwurf ist in seinen Grundzügen und in wesentlichen Teilen zu begrüßen. In einigen Details und insbesondere bei der Finanzierung muss jedoch nachgebessert werden."

Mehr zum Thema Rente

Ren­ten­pa­ket 2018 – wei­ter auf ei­nem gu­ten Weg
Zufriedener grauhaariger Mann im Sonnenlicht
DGB/lightpoet/123rf.com
Das Rentenpaket 2018 mit deutlichen Leistungsverbesserungen liegt vor. Die Regierung geht den Weg weiter, die Leistungsseite wieder in Ordnung zu bringen. Trotz einiger Mängel ist das Rentenpaket insgesamt zu begrüßen. Aber weitere Maßnahmen müssen folgen. Einerseits müssen nicht beitragsgedeckte Leistungen wie die Kinderzeiten für vor 1992 geborene Kinder aus Steuern finanziert werden. Andererseits muss das Rentenniveau dauerhaft stabilisiert und wieder angehoben werden. Das Ganze muss ergänzt werden um einen stärkeren Solidarausgleich.
weiterlesen …

Kurs­wech­sel bei der Ren­te hilft Jün­ge­ren und Äl­te­ren
Lächelnde junge Frau umarmt lächelnde alte Frau
DGB/Tyler Olson/123rf.com
"Wir müssen dafür sorgen, dass die gesetzliche Rente in Zukunft wieder für ein gutes Leben reicht. Das hilft Jüngeren und Älteren", sagt Anna Leona Gerhardt von der DGB-Jugend. Sie nimmt am 4. und 5. September für die Gewerkschaftsjugend am Generationendialog der Rentenkommission teil.
weiterlesen …

DGB be­grüßt Ei­ni­gung bei der Ren­te
Älterer Mann, ältere Frau, jüngerer Mann, jüngere Frau lehnen an Holz-Geländer und blicken lächelnd in die Ferne
Colourbox.de
Das Kabinett hat das Rentenpaket auf den Weg gebracht. Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan: "Mit diesem Vorhaben stabilisiert die Bundesregierung endlich das Rentenniveau und stoppt damit den Sinkflug der gesetzlichen Rente", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. "Dafür haben der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften lange gestritten."
Zur Pressemeldung

Ren­ten­ni­veau jetzt sta­bi­li­sie­ren
Älterer Mann, ältere Frau, jüngerer Mann, jüngere Frau lehnen an Holz-Geländer und blicken lächelnd in die Ferne
Colourbox.de
Die Pläne aus dem Koalitionsvertrag, das Rentenniveau zu stabilisieren, stocken – weil die CDU/CSU sich noch sperrt. "Der Union sei gesagt, wer die Sorgen der Menschen wirklich ernst nimmt, der missbraucht die Entscheidung über die Zukunft ihrer Alterssicherung nicht für taktische Spielchen", kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.
weiterlesen …

Ren­ten­ga­ran­tie ist rich­tig
Ältere Frau sitzt lächelnd auf einer Parkbank
DGB/Cathy Yeulet/123rf.com
Der DGB begrüßt den Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, das Rentenniveau bis 2040 zu garantieren. Das ist „die richtige Antwort auf die berechtigte Sorge vieler Beschäftigter, im Alter nicht über die Runden zu kommen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach und forderte mehr Hilfe vom Bund, um das Rentenniveau dauerhaft auf mindesten 48 Prozent zu stabilisieren.
Zur Pressemeldung

Ur­teil: Äm­ter müs­sen im "So­zi­al­leis­tungs-D­schun­gel" hel­fen
Hintergrund: Foto eines Dschungels; Vordergrund: rot durchgestrichenes Verkehrsschild mit Personen mit Fragezeichen über den Köpfen
Colourbox.de (2)
Das Sozialrecht in Deutschland ist für Laien oft nicht einfach zu durchschauen. Wer weiß schon genau, ob ihr oder ihm eine Grundsicherung wegen Erwerbsminderung oder doch eher eine Erwerbsminderungsrente zusteht? Der Bundesgerichtshof hat jetzt in einem Urteil klar gemacht: In bestimmten Fällen müssen Sozialhilfeträger die Bürgerinnen und Bürger besser beraten – und zwar ungefragt.
weiterlesen …
Erste Seite 
Seite: 1 2 3
Nächste Seite  Letzte Seite